«Bis 50 lebte ich im Paradies der Jugend und Unsterblichkeit, der Tod war eine theoretische Größe irgendwo am Horizont; und dann ist er plötzlich da, der Tag, der Moment, an dem du auf die andere Seite wechselst und sinnlich erfasst, dass du ein Sterbender bist. Die Welt beginnt sich sanft und kaum merklich von dir zurückzuziehen, die Kampfkraft läßt nach, und die Ängste fangen an.
Die Zeit fliegt dahin – du schaust auf den Kalender und schon wieder sind zehn Jahre fort. Dann fangen sie an um dich herum zu sterben, die Freunde, die Verwandten. Und du fragst dich irgendwann, schleicht er bald auch schon um dein Haus, der Gevatter Hein? Herrlich das Leben, einzigartig und viel zu kurz.»